Shaykh al Alwan – Gelehrte

Shaykh Sulaymān ibn Nāsir al-Alwān sagte :

„Allāh lobte ✨die Gelehrten, welche handeln✨,

und er lobte nicht ❌die Gelehrten, welche verdrehen❌.

Und der Vorzug des Wissens ist nur deswegen, weil man dadurch Allāh fürchtet..

Und wer nicht unterscheidet zwischen..
📚 Gelehrten (‚Ulamā)
🚫 und Agenten (‚Umalā),

👉 so ist er ein Jāhil oder hat ein blindes Herz!“

Shaykh Muhammad ibn Salih ibn Uthaymin

Shaykh Muhammad ibn Salih ibn Uthaymin

Er ist der ehrenwerte Sheikh, der Gelehrte und Wissenschaftler, der Religiöse und Enthaltsame, Muhammad Ibn Salih Ibn Muhammad Ibn Sulaiman Ibn ’Abdu-Rahman al-’Uthaimin aus al-Wahbah. Er wurde in der Nacht zum 27. Ramadan, 1347 n.H. (8. März 1929) in ’Aniezah – eines der Städte von al-Qasim – in Saudi-Arabien geboren.

Sein Vater – möge Allah mit ihm gnädig sein – hat bereits schon früh dafür gesorgt, dass er den edlen Qur`an bei seinem Großvater mütterlicherseits ’Abdu-Rahman Ibn Sulaiman ad-Daamiĝ – möge Allah mit ihm gnädig sein – lernt. Dann lernte er das Schreiben, etwas Mathematik und die pädagogischen Texte in der Schule des Lehrers ’Abdul-’Aziz Ibn Salih ad-Daamiĝ – möge Allah ihn beschützen. Und das, bevor er in die Schule des Lehrers ’Ali Ibn ’Abdullah asch-Schuhaitan – möge Allah mit ihm gnädig sein – kam, wo er dann schließlich den edlen Qur`an komplett auswendig gelernt hat, während er noch nicht einmal vierzehn Jahre alt war.

Durch die Leitung seines Vaters – möge Allah mit ihm gnädig sein – fing er dann an nach Wissen der islamischen Rechtslehre (Schari’ah) zu streben. Zu dieser Zeit unterrichtete der ehrenwerte Gelehrte Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di – möge Allah mit ihm gnädig sein – die Lehren der islamischen Rechtslehre und Arabisch in al-Djami’ al-Kabir in ’Anizah. Er hat zwei seiner großen Studenten abgeordert, um die Neulingen zu lehren. Somit wandte er sich den Lehrkreisen von Sheikh Muhammad Ibn ’Abdul-’Aziz al-Matuu’ – möge Allah mit ihm gnädig sein – zu, bis er dort das Wissen über den Tauhid, al-Fiqh und der arabischen Grammatik verinnerlicht hat.

Danach nahm er aktiv an den Lehrkreisen des Gelehrten Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di – möge Allah mit ihm gnädig sein – teil. Er lernte bei ihm at-Tafsir, al-Hadith, as-Sirah an-Nabawiyah, den Tauhid, al-Fiqh, al-Usul, al-Fara`id und die arabische Grammatik.
Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di war also sein erster Lehrer. Von ihm nahm er soviel Wissen, wie er von keinem anderen nach ihm wieder genommen hat. Dabei war Sheikh Ibn ’Uthaimin sehr angetan von dessen Methodik, seiner Befestigung, die Art und Weise seines Lehrens und sein Befolgen der klaren Beweise.

Als Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn ’Ali Ibn ’Uidaan – möge Allah mit ihm gnädig sein – Richter in ’Anizah wurde, lernte er bei ihm die Lehre der Pflichten (al-Fara`id) und bei Sheikh ’Abdu-Razzaq ’Ufaifi – möge Allah mit ihm gnädig sein – die Lehre der arabischen Grammatik und der Rhetorik, als auch dieser in ’Aniezah unterrichtete.

Als dann das Institut für islamische Wissenschaften in Riyad gegründet wurde, haben ihm einige seiner Geschwister geraten, sich dort einzuschreiben. Er fragte jedoch erst einmal seinen Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di um dessen Erlaubnis. Als dieser ihm die Erlaubnis dazu gab, schrieb er sich dort von 1372 – 1373 n.H. (1953 – 1954) ein. In diesen zwei Jahren, die er dort verbracht hat, lernte er bei mehreren Gelehrten, die dort tätig waren, wie zum Beispiel der Gelehrte des Tafsir Sheikh Muhammad al-Amin asch-Schanqiti, Sheikh ’Abdul-’Aziz Ibn Nasir Ibn Raschid und der Hadith-Gelehrte Sheikh ’Abdu-Rahman al-Ifriqi – möge Allah mit ihnen allen gnädig sein.

Während dieser Zeit nahm er auch Kontakt zum ehrenwerten Gelehrten Sheikh ’Abdul-’Aziz Ben Baz – möge Allah mit ihm gnädig sein – auf, bei dem er dann in seiner Moschee Sahih al-Buchari und die Briefe vom Sheikh des Islam Ibn Taymiyah gelernt hat. Er zog auch großen Nutzen von seinem Wissen bezüglich den Hadithen und der Sichtweise der Gelehrten der Rechtsschulen. Sheikh ’Abdul-’Aziz Ben Baz – möge Allah mit ihm gnädig sein – zählt zu seinem zweiten Sheikh, von dem er Wissen genommen und von dem geprägt wurde. Dann kehrte er 1374 n.H. (1955) wieder nach ’Aniezah zurück, um dort weiter bei seinem Sheikh ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di zu studieren. Dieses Institut für die Lehren der Schari’ah war eine Fakultät der islamischen Imam Muhammad Ibn Sa’uud Universität. Dort erhielt er am Ende auch die höhere Auszeichnung dieser Universität.

Sein Sheikh fixierte sich dann auf ihn, da er seine Vorzüglichkeit und seine enorme Aufnahmefähigkeit für Wissen schnell erkannt hatte. Er ermutigte ihn dazu, selbst zu lehren, obwohl er selber zu dieser Zeit noch ein Student von ihm war. Somit fing er 1370 n.H. (1951) dann auch im Institut al-Djami’ al-Kabir in ’Aniezah an zu lehren. Als er an der wissenschaftlichen Fakultät in Riyad graduierte, wurde er schließlich im Jahre 1374 n.H. (1955) am wissenschaftlichen Institut in ’Aniezah zum Lehrer ernannt.

Im Jahre 1376 n.H. (1957) verstarb sein Sheikh der Gelehrte ’Abdu-Rahman Ibn Nasir as-Sa’di – möge Allah mit ihm gnädig sein. Er übernahm seinen Posten als Imam des Instituts al-Djami’ al-Kabir in ’Anizah. Als die Anzahl der Studierenden rapide anstieg, verlagerte der ehrenwerte Sheikh seinen Unterricht von der Bücherei in die Moschee dieses Instituts. Die Anzahl der Studenten wuchs jedoch explosionsartig an, sodass an manchen Unterrichtsreihen mehrere hundert Studenten teilnahmen. Er blieb dort der Imam und Lehrer, bis er verstarb. Außerdem lehrte er an der Fakultät für Schari’ah und Usul ad-Din in al-Qasim, die zur islamischen Imam Muhammad Ibn Sa’uud Universität gehört, bis er verstarb. Weiter gab er seit 1402 n.H. (1982) Unterricht in den Zeiten des Hajd (Pilgerfahrt) und in Ramadan in der heiligen Moschee in Mekka und in der Moschee des Propheten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – in Medina bis er verstarb.

Sheikh Ibn al-’Uthaimin – möge Allah mit ihm gnädig sein – starb in Djedda am Mittwoch, den 25. Schual, 1421 n.H. (20. Januar 2001) nach Maĝreb. Auf ihm wurde dann das Totengebet nach dem ’Asr-Gebet in der heiligen Moschee in Mekka verrichtet. Tausende kamen zum Totengebet und zur Beerdigung. Er wurde dann in Mekka begraben. Am darauf folgenden Freitag beteten die Muslime überall in den Moscheen des Königreichs Saudi-Arabien das Totengebet (Salat al-Ĝa`ib) auf ihn. Möge Allah mit ihm gnädig sein.

 

Bekannte Werke:

Tafsir

  • Tafsir Ayat Al-Kursi
  • Tafsir Juz Amma
  • Tafsir Surah Al-Baqarah
  • Tafsir Surah Al-Kahf
  • Tafsir „Basmallah“ Englische Online Version

Hadith

  • Kitab Al-Ilm
  • Mustalahah Hadeeth

Aqidah

  • Aqîdah Ahlus-Sunnah wal-Jamâ’ah
  • Qawâ’id Al-Muthlâ fî Sifâti Allah wa Asmâ’ihil-Husna
  • Qawl Mufîd Ala Kitab Al-Tauhid
  • Sharh Al-Aqîdah Al-Wâsittiyah
  • Sharh Al-Aqîdah Al-Tahâwiyah
  • Sharh Al-Aqîdah Al-Hamawiyyah
  • Sharh Kashf Ash-Shubuhât
  • Sharh Lum’at Al-I’tiqâd
  • Sharh Usûl Al-Îmân
  • Sharh Usûl Al-Thalâthah

Fiqh

  • Fiqhul-‚ibâdât
  • Fatâwa Arkân Islâm
  • Majmâ‘ Al-Fatâwâ
  • Ash-Sharh Al-Mumti, eine Erklärung des Zaad Al-Mustaqni
  • Sharh ‚Umdah Al-Ahkâm

 

Shaykh Abd al Aziz Bin Baaz

Shaykh Abd al Aziz Bin Baaz

 

Seine Geburt:

`Abdul-`Aziz ibn `Abdullah ibn `Abdul-Rahman ibn Muhammad ibn `Abdullah ibn Baz wurde im Dhul Hijja 1330 n. H. (12.1912 n. Chr.) in der Stadt Riyad geboren.
Sein Streben nach Wissen:

Er lernte bereits vor seinem Pubertätsalter den Qur’an auswendig. Anschließend begab er sich bei vielen Großgelehrten des Königreichs in das Studium der Religionswissenschaft und der arabischen Sprachwissenschaft. Als er sein Wissen in verschiedenen Zweigen der Schari’ah und der arabischen Sprache hervortat, wurde er im Jahre 1357 n. H. (1937 n. Chr.) zum Qadi ernannt. Er hörte nie auf, nach Wissen zu suchen, war ständig mit dem Streben (nach Wissen) und dem Lehren beschäftigt und seine Amtssitze lenkten ihn nicht davon ab. So wurde er kenntnisreich in vielen Wissenschaften.

Er schenkte den Hadith-Wissenschaften besondere Aufmerksamkeit und kannte sich in diesem Bereich so gut aus, dass seine Einstufung eines Hadith als authentisch oder schwach berücksichtigt wurde – und nur wenige erreichten diese Position, besonders in der heutigen Zeit. Dies zeigt sich in seinen Schriften und Fataawa, indem er nur Ansichten übernahm, die an Beweise gestützt waren.
Seine Shuyukh:

– Shaikh Muhammad bin Ibrahim bin ‚Abdul-Latif al ash-Shaykh, der seinerzeit der Mufti Saudi Arabiens war. Shaikh ibn Baz begleitete den Großmufti und lernte ungefähr zehn Jahre, von seinem 17. bis zu seinem 27. Lebensjahr (1347 – 1357 n. H. [1929 – 1939 n. Chr.]) alle Wissenschaften des Islam von ihm. So erhielt er seine religiöse Ausbildung durch die Familie des Imams Muhammad bin ‚Abdul-Wahhab (rahimahullah). Später wurde er von seinem Shaikh zum Richter von al-Kharj, eine Stadt in der Nähe von Riyad, ernannt.
– Shaykh Muhammad ibn `Abdul-Latif ibn `Abdul-Rahman ibn Hasan ibn Al-Shaykh Muhammad ibn `Abdul-Wahhab
– Shaykh Salih ibn `Abdul-Aziz ibn `Abdul-Rahman ibn Hasan ibn Al-Shaykh Muhammad ibn `Abdul-Wahhab, der seinerzeit Richter in Riyad war.
– Shaikh Sa’ad bin Hammad bin ‚Atiq, der seiner Zeit der Richter von Riyad war.
– Shaikh Hammad bin Faris, der seinerzeit Kämmerer von Riyad war; Shaikh ibn Baz zog sehr viel Nutzen im Bereich der arabischen Grammatik von diesem Shaikh.
– Shaikh Sa’d Waqqas al-Bukhari, ein Gelehrter in Makkah Al-Mukarramah. Von ihm lernte er die Wissenschaft des Tajwid im Jahre 1355 n.H.
Seine Einflüsse:

Während seiner Amtszeit als Qadi in al-Kharj gab er regelmäßig Unterrichte. In al-Kharj hielt er jeden Wochentag Unterrichte, außer Donnerstags und Freitags. Er beeinflusste viele Studenten, die nach Wissen suchten, unter ihnen waren:
– Shaykh `Abdullah al-Kanhal
– Shaykh Rashid ibn Salih al-Khanin
– Shaykh `Abdul-Rahman ibn Nasir al-Barak
– Shaykh `Abdul-Latif ibn Shadid
– Shaykh `Abdullah ibn Hasan ibn Qa`ud
– Shaykh `Abdul-Rahman ibn Jalal
– Shaykh Salih ibn Halil
und viele andere.

Im Jahre 1372 n. H. (1954 n. Chr.) zog er nach Riyad, um bei dem Riyad -Bildungsinstitut und dann an der Hochschule für Schari’ah zu lehren. Er lehrte die Wissenschaften der Jurisprudenz, Hadith und Tauhid. Er wurde im Jahre 1381 n. H. (1963) als stellvertretender Vorsitzender der Islamischen Universität in al-Madinah übernommen.  Er gründete den Lernkreis an der al-Jami `al-Kabir in Riyad, der bis zum heutigen Tag gehalten wird, obwohl er in den letzten Jahren auf einige Tage in der Woche beschränkt wurde.
Während seines Aufenthalts in al-Madinah (als Vizepräsident der Islamischen Universität und als Präsident von 1390 bis 1395 n. H.)  hielt er ab 1381 n. H. (1863) einen Lernzirkel in der Moschee des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam). Es wird darauf hingewiesen, dass er diese Lernzirkel gründete, die bis zum heutigen Tage beständig sind. Allah hat viele Muslime durch diese Lernzirkel profitieren lassen.
Seine Werke:

– Al-Fawa’id al-Jaliyyah fi al-Mabahith al-Fardiyyah (Zusammenfassung der Erbschaftsangelegenheiten)

– Al-Tahqiq wal-‚Idah li-Kathir min Masa’il al-Hajj wal-`Umrah wal-Ziyarah (Tawdih al-Manasik) (Klärung vieler Fragen zur Hajj, Umrah und dem Besuch [des Grabes des Propheten sallAllahu alayhi wa sallam])

– Al-Tahdhir min al-Bida‘ (Warnung vor den religiösen Erneuerungen)
Es enthält vier nützliche Artikel:
1)    Das Urteil über das Feiern des Geburtstags des Propheten
2)    Nacht von Isra ‚(Nachtreise) und Mi’raj (Himmelfahrt)
3)    Die Nacht des 15. Shaban, und
4)    die Widerlegung des falschen Traums des Zimmerdieners der Propheten, der Shaykh Ahmad genannt wird

– Zwei kurze Abhandlungen über az-Zakah und as-Sawm

– Al-‚Aqidah al-Sahihah wa-ma-Yudadduha (Authentisches Religionsfundament und dessen Gegenbild)

– Wujub al-‚Amal bi Sunnat ar-Rasul Sallah Allah ‚alaihi wa Sallam wa Kufr man Ankaraha (Notwendigkeit des Handelns gemäß der Sunna des Gesandten Sallah Allah ‚alaihi wa Sallam und Erklären derjenigen, die es ablehnen als Kuffar

– Da‘wah ila Allah wa Akhlaq al-Du‘ah (Da‘wah der Menschen zu Allah und die Eigenschaften der Du’ah [Aufrufer])

– Wujub Tahkim Shar‘Allah (Die Pflicht des Urteilens nach dem Gesetz Allahs und die Zurückweisung derjenigen, die es verletzen)

Hukm al-Sufur wa al-Hijab wa Nikah al-Shighar (Das Urteil über die Enthüllung des Gesichts, das Tragen eines Schleiers, und Shighar Heirat)

– Naqd al-Qawmiyah al-‚Arabiyah (Kritik an dem Arabischen Nationalismus)

– Al-Jawab al-Mufid fi Hukm al-Taswir (Die sachdienliche Auskunft bezüglich des Urteils über al-Taswir [Malerei, Zeichnung, Skulptur und Fotografie])

– Shaykh Muhammad ibn `Abdul-Wahhab (Seine Da‘wah Biografie)

– Drei Abhandlungen über das Salah:
1) Die Art des Salah des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam)
2) Die Verpflichtung der gemeinschaftlichen Salah
3) Wo der Betende seine Hände nach dem Ruku‘ im Salah platzieren soll

– Hukm al-Islam fi man Ta‘ana fi al-Qur’an aw fi Rasul Allah Sallah Allah ‚alaihi wa Sallama (Das Urteil über denjenigen, der den Qur’an oder den Propheten sallAllahu alayhi wa sallam bestreitet)

– Hashiyah Mufidah ‚ala Fath al-Bari (Ein nützliches Kommentar zu Fath al-Bari)

– Abhandlung über die textlichen und rationalen Beweise für die Rotation der Sonne, der Bewegungslosigkeit der Erde und die Möglichkeit des Aufstiegs zu anderen Planeten

– Iqam at al-Barahin ‚ala Hukm man Istaghatha bi ghair Allah aw Saddaqa al-Kahana wal ‚Arrafin (Beweislegung für das Urteil über denjenigen, der von einem anderen außer Allah Hilfe sucht, oder Wahrsagern und Kartenlegerinnen glaubt)

– Al-Jihad fi Sabil Allah (al-Jihad für die Sache Allahs)

– Al-Durus al-Muhimmah li ‚Ammat al-Ummah (Wichtige Lehren für die Allgemeinheit der Ummah)

– Wujub Lizum as-Sunnah wa al-Hazar min al-Bid‘ah (Die Verpflichtung zur Einhaltung der Sunnah und die Warnung vor religiösen Neuerungen)
Seine Ämter:

– Vorstand des Rates der Ranghöchsten Gelehrten, somit der Großmufti Saudi-Arabiens
– Vorstand des ständigen Komitees für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen, in dem oben genannten Konzil
– Vorstand des Verfassungsrates der Islamischen Weltliga (Rabi‘at al-Alam al-Islami)
– Vorstand des internationalen obersten Konzils für Moscheen
– Vorstand der Islamischen Fiqh-Akademie in Makkah, angegliedert an die Islamische Weltliga
– Mitglied des obersten Rates der islamischen Universität in Medinah
– Mitglied des obersten Rates für Islamische Da’wah im Königreich Saudi-Arabien

Seine Aktivitäten waren nicht auf das Erwähnte beschränkt; er hielt Unterrichte, begleitete wissenschaftliche Seminare und kommentierte sie. Dies ist im Einklang mit dem Gebieten des Guten (al-Ma’ruf) und Verbieten des Verwerflichen (al-Munkar), welches eines seiner Charakterzügen war. Möge Allah uns helfen von seinem Wissen zu profitieren.
Sein Tod:

Shaikh bin Baz – rahimahullah – verstarb am Donnerstagvormittag den 27. Muharram 1420 (13. Mai 1999), mit 89 Jahren. Er verbrachte sein Leben mit großer Bemühung gute Taten auszuüben, Wissen zu erlangen, zu Allah zu rufen, für die Sache Allahs zu kämpfen, die Bedürfnisse der Muslime zu erfüllen und ihnen zu helfen.
Möge Allah mit ihm gnädig sein, ihm vergeben, ihm in Sein Paradies einlassen, sein Grab erhellen, ihn mit den Rechtschaffenen verweilen lassen und uns mit ihnen in Seiner Gunst und Barmherzigkeit versammeln.

Sehr viele Menschen nahmen an seinem Totengebet nach dem Freitagsgebet teil, welches ein Beweis ist für die Tatsache, wie sehr er geliebt wurde.

 

Shaykh Ahmad bin Hanbal

Shaykh Ahmad bin Hanbal

Shaikh ul-Islam, Abu ’Abdillah Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal Ibn Hilal Ibn Asad Ibn Idris Ibn ’Abdullah Ibn Hayyan adh-Dhuhli asch-Schaybani al-Marwazi, dann al-Baghdadi, einer der hervorragendsten Imame. Sein Vater war von den Soldaten des Marw. Er starb als junger Mann und Ahmad wuchs als Halbwaise auf. Man sagt, dass seine Mutter aus Marw wegging und ihn mit sich nahm. Er wurde im Rabi’ul Awwal, im Jahre 164 n. H. geboren.

Schaikh Abu ’Uthman Isma’il Ibn ’Abdur-Rahman as- Sabuni an-Naysaburi (rahimahullah) teilte uns mit, als er nach Damaskus, im Rajab des Jahres 432 n. H., kam. Er sagte: „Abul Fadl Salih Ibn Ahmad Ibn Hanbal sagte: ‚Ich hörte meinen Vater sagen: ‚Ich wurde im Jahre 164 n. H. zu Beginn des Rabi’ul Awwal geboren.‘“

Er sagte: „Ich hörte sagen: ‚Mein Vater sagte: ‚Ich studierte Hadith, als ich 16 Jahre alt war.‘“
Mein Vater sagte: „Wenn ich 50 Dirhams bei mir hätte, würde ich ständig zu Jarir Ibn ’Abdul-Hamid in ar-Rayyi reisen. Manche unserer Gefährten sind gegangen und es war für mich nicht möglich zu gehen, denn ich habe nichts bei mir.“
 
Ich hörte Salih sagen: „Ich sagte zu meinem Vater: ‚Ein Hadith könnte lauten: ‚Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte …’ Jedoch könnte jemand schreiben: ‚Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte …’ Er sagte: ‚Ich sehe darin kein Problem.’“

Imam ash-Schafi’i (gest. 204 n. H.) sagte: „Ich verließ Bagdad und ich habe keinen Mann hinter mir gelassen, der besser wäre, mehr Wissen oder großes Fiqh (Verständnis), noch größere Taqwa (Gottesfurcht) hat, als Ahmad Ibn Hanbal.“

Abu Dawud (gest. 257 n. H.) sagte: „Die Unterrichte von Ahmad waren Sitzungen des Jenseits. Er hatte niemals irgendetwas von den weltlichen Angelegenheiten erwähnt; und ich habe ihn nie diese Welt erwähnen gesehen.“

’Ali Ibnul-Madani (gest. 234 n. H.) sagte: „Wahrlich, Allah hat diese Religion durch Abu Bakr as-Siddiq am Tage der Apostasie unterstützt; und durch Ahmad Ibn Hanbal am Tage der Heimsuchung.”
 
Qutayba Ibn Sa’id (gest. 240 n. H.) sagte: „Wenn du einen Mann Ahmad lieben siehst, dann wisse, dass er eine Person der Sunna ist.“

Abul-Hasan al-Asch’ari (gest. 324 n. H.) sagte: „Unsere Haltung, die wir inne haben und als Religion einnehmen, ist: das Festhalten am Buche Allahs, unseres Herrn, des Allmächtigen und Majestätischen, sowie der Sunna unseres Propheten Muhammad (sallAllahu alayhi wa sallam) und an dem, was von den Gefährten, den Tabi’in und den Hadith-Imamen überliefert wurde.
Dies ist es, woran wir festhalten und ebenso dem gegenüber, was Abu ’Abdillah Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal, möge Allah sein Gesicht erhellen, seine Stufe erhöhen und ihm großartige Belohnung spenden, zu sagen pflegte, indem wir uns von dem entfernen, was seiner Haltung widerspricht. Denn er war der edle und vollkommene Imam, durch den Allah die Wahrheit klar gemacht, den Irregang entfernt und den Minhaj verdeutlicht hat. Und durch ihn hat Allah die Neuerung der Neuerer, die Abweichung der Abweichler und die Zweifel der Zweifler vernichtet. Möge Allah daher barmherzig mit ihm, dem führenden Imam, sein.“

Tajud-Din as-Subki (gest. 770 n. H.) sagte: „Abul-Hassan al-Asch’ari ist der führende der Ahlus-Sunna und Ahmad Ibn Hanbal …“
 
Ibrahim al-Harbi (gest. 285 n. H.) sagte: „Ich sah Abu ’Abdillah, und es war so, als ob Allah für ihn das Wissen der früheren und späteren Menschen gesammelt hätte.“

Abul-Fadl sagte: „Und er legte mir folgendes Testament vor: „Im Namen Allahs, Des Barmherzigen, Des Erbarmers.
Dies ist es, was ich – Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal – als Testament zurücklasse. Ich bezeuge, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah, ohne Partner ist Er. Und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. Er sandte ihn (sallAllahu alayhi wa sallam) mit der Führung und der wahren Religion, so dass sie über alle anderen Religionen die Oberhand gewinne, selbst wenn es die Ungläubigen nicht mögen.
Und er sollte diejenigen ermahnen, die ihm von seiner Familie und seinen nahen Verwandten gehorchen, dass sie Allah als (Seine) Diener anbeten und Ihn preisen wie die Preisenden, und dass sie die Gemeinschaft der Muslime aufrichtig ermahnen.
Und ich bin wahrlich mit Allah als (Den) Einen Herrn und mit Muhammad (sallAllahu alayhi wa sallam) als einen Propheten zufrieden.“

Abdullah Ibn Muhammad, allgemein als Buran bekannt sagte: „Ich gab ihm 50 Dinar, und er ist in dem, was er sagt, wahrhaftig. Daher ist dieses Geld von mir durch die Einnahmen des Hauses – so Allah will – zu zahlen. Wenn ich sterbe, wird es durch meine Söhne gegeben werden: Salih und ’Abdullah Ibn Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal. Deshalb werden sie nach meinem Tode alles Erwähnte, sowie 11 Dirham, Ibn Muhammad geben.
 
Zeugen: Abu Yusuf, Salih und ’Abdullah, Söhne von Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal.“
Abul-Fadl sagte: „Und er bemühte sich im Fasten und aß nicht fetthaltig. Vorher kaufte ich für ihn Fett für einen Dirham, und er aß es im Zeitraum von einem Monat. Daher ließ er vom fetthaltigen Essen ab. Er fuhr mit dem Fasten und Arbeiten fort …“

„Mein Vater wurde im Jahre 237 n. H. zu al-Mutawakkil geführt, und blieb dort bis zum Jahre 241 n. H. Er war nicht lange dort, bevor ein Gesandter von al-Mutawakkli zu ihm kam. Es war am ersten Tag von Rabi’ul Awwal, im Jahre 241 n. H.
Mein Vater musste sich Dienstagnacht mit Fieber ins Bett legen. Deswegen trat ich bei ihm am Dienstag ein, er war im Fieberzustand und atmete sehr schwer. Ich wusste von seiner Krankheit, als er schwach wurde. Daher sagte ich zu ihm: ‚O Vater, mit was hast du letzte Nacht dein Fasten gebrochen?’ Er sagte: ‚Mit Wasser, dann wollte ich das Nachtgebet ausführen.’ So sagte er: ‚Nimm meine Hand’, also nahm ich seine Hand. Er kam zu einem freien Platz und seine Beine wurden schwach, bis er sich an mich anlehnen musste. Er wurde von mehr als einem Doktor versorgt; sie alle waren Muslime. ’Abdur-Rahman sagte zu ihm: ‚Du solltest einen Kürbis erwärmen und sein Wasser trinken’, und dies fand am Mittwoch statt. Und am Freitag lag er im Sterben. Daher sagte er: ‚O Salih!’ Ich sagte: ‚Zu Diensten.’ Er sagte: ‚Erhitze nichts an deinem Platz, noch am Platze deines Bruders ’Abdullah.’
Al-Fath Ibn Sahl kam zur Tür, um ihn zu besuchen. Ich verbarg ihn. ’Ali Ibnul-Ja’d, sowie viele andere Menschen kamen, und ich verbarg ihn. Daher sagte ich: ‚O Vater, die Menschen sind viele.’ Er sagte: ‚Was siehst du daher als angemessen?’ Ich sagte: ‚Deine Erlaubnis für sie zu ersuchen, und dann sie zu dir zu rufen.’ Er sagte: Ersuche die Hilfe Allahs bei der Wahl.’

Also traten die Menschen in großer Zahl bei ihm ein, bis das Haus voll war. Sie befragten und besuchten ihn, dann gingen sie und eine andere große Gruppe trat ein. Die Menschen waren viele, die Straße war voll, dann schlossen wir die Tür.
Ein Mann von unseren Nachbarn kam und trat bei ihm ein. Er sagte: ‚Wahrlich, ich habe diesen Mann etwas von der Sunna wiederbeleben sehen, daher wurde ich sehr glücklich.’ Deshalb trat er bei ihm ein, besuchte ihn und sprach zu ihm und allen Muslimen.
Ein Mann kam, er sagte: ‚Würdest du so freundlich sein und mir Zutritt zu ihm gewähren?’ Ich sagte zu ihm: ‚Bestehe darauf, bis er sagt: ‚Tritt ein.’ Deswegen erlaubte ich ihm einzutreten. Er stand vor ihm und begann zu weinen. Er sagte: ‚O Abu ’Abdillah, ich gehöre zu jenen, die dabei waren, als sie dich geschlagen haben. Wahrlich, daher kam ich, damit du mir verzeihst. Also stehe ich vor dir, und wenn du es für angemessen hältst, mich zu erlösen, so tue es.’ Er sagte: ‚Stimmst du dem zu, nie mehr zu derart zurückzukehren?’ Er sagte: ‚Ja.’ Er sagte: ‚Wahrlich, ich verzeihe dir.’ Daher ging er weinend und jeder, der von den Leuten zurückblieb, weinte ebenfalls.“
Ibn Dura sagte: „Ahmad war ein Mann des Fiqh, des Auswendiglernens, des Wissens über Hadith und Fiqh, der Frömmigkeit, der Abstinenz (Zuhd) und der Geduld. Wahrlich, Imam Ahmad wurde mit der Behauptung über das Erschaffen-Sein des Qur’ans geprüft. Und er wurde nach Bagdad gebracht, gefesselt und verhaftet. Er betete mit den Leuten im Gefängnis, während er gefesselt war.
Als der Ramadan im Jahre 217 n. H. kam, und dies war 14 Jahre nach dem Tod von al-Ma’mun, ging er zum Hause von Ishaq Ibn Ibrahim, dem Gouverneur von Bagdad. Dann befahl al-Mu’tasim die Freilassung von Imam Ahmad, nach seiner Bestrafung und Debatte. Und es wurde gesagt, dass al-Mu’tasim dies bedauerte und verlegen war, nachdem man die Sache berichtigte. Dann vereinte sich al-Mu’tasim und sein Sohn mit al-Wathiq.

Danach trat auf, was auch immer an Fitna auftrat, und al-Wathiq befahl, dass er sich nicht mit Imam Ahmad treffen dürfe, noch sollte er in einem Land oder in einer Stadt leben, wo der Khalif ist. Daher lebte der Imam für den Rest seines Lebens im Untergrund.
Während der Khilafa von al-Mutawakkil machte Allah die Sunna deutlich und der Khalif befahl die Aufhebung der Fitna. Al-Mutawakkil befahl im Jahre 237 n. H., das der Imam zu ihm gebracht wird. Bis der Imam starb ging kein Tag vorüber, ohne dass der Bote von al-Mutawakkil nicht zu ihm gekommen wäre.

Der Imam starb im Jahre 241 n. H., am Freitag des 12. Rabi’ul Awwal. Die Menschen schrien und die Stimmen wurden mit Weinen zu solch einem Ausmaß erhoben, dass die Erde bebte.

Die Bürgersteige und die Straßen waren voll. Die Bestattung ging zu Ende, nachdem die Menschen das Freitagsgebet verlassen hatten. Die Leute machten die Sunna bei seiner Bestattung deutlich und verfluchten die Leute der Neuerungen. Daher machte Allah es dadurch den Muslimen leicht, was auch immer sie an Problemen hatten, als sie die Würde und den hohen Rang des Islam und die Unterdrückung der Leute der Abweichung sahen.“

Einige seiner Werke

•    Kitaabul Musnad ( Musnad-e-Ahmad ). Das bekannte Werk ist eine monumentale Sammlung von mehr als 29tausend Ahadith, die er nach vielen Quellen gesammelt und an seine Söhne weitergegeben hat. Es ist eine Sammlung, die Imam Ahmad nach den Sahaba (radiAllahu anhum), welche die Aussagen des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) direkt von ihm gehört haben, zusammengestellt hat.
Das Werk beginnt mit den Traditionen, die die ersten Kalifen nach dem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) überliefert haben, gefolgt von den Muhajirun, al-Ansar, den Helfern und den Sahaba, die sich in den muslimischen Neugründungen in den Provinzen (Kufa, Basra, Syrien usw.), während der islamischen Eroberung, niedergelassen haben.
•    Kitaab ul-Athar
•    Fiqh al-Akbar
•    Kitaab al-Sunan
•    Kitaab ut-Tafsir
•    Kitaab un-Naasikh wal Mansukh
•    Kitaab ut-Taarikh
•    Kitaab u-Hadith-e-Shu’baa
•    Kitaab ul-Muqaddam wal Mu’akhar fil Qur’aan
•    Kitaab u-Jawaabaatil Qur’aan
•    Kitaab ul-Manaasikil Kabir
•    Kitaab ul-Manaasikis Saghir

Einige seiner Lehrer

•    Ismaa’il Ibn Ulayyah
•    Hushaym Ibn Bashir
•    Hammad Ibn Khalid Khayyaat
•    Mansur Ibn Salama Khazaa’i
•    Uthmaan Ibn Umar Ibn Faaris
•    Abun-Nadhr Hashim Ibn Qasim
•    Yazid Ibn Harun Waasiti
•    Muhammad Ibn Ja’far Gundur
•    Waki Ibn Jarrah
•    Abu Usaamah
•    Sufyaan Ibn Uyaynah
•    Muhammad Ibn Idris Shaafi’i

Einige seiner Schüler

•    Imam Ahmad’s zwei Söhne: Salih und Abdullah
•    Hanbal Ibn Is’haaq
•    Hasan Ibn Sabbah Bazzar
•    Abbas Ibn Muhammad
•    Muhammad Ibn Ismaa’il Bukhari
•    Abu Zur’aa Raazi, Ibrahim Harabi
•    Husayn Ibn Mansur
•    Dawud Ibn Amr
•    Khalaf Ibn Hishaam
•    Abul Qasim Bagawi

Hauptquellen:
Adh-Dhahabi, Siyar A`lam al-Nubala’ – 9:434-547, # 1876 und Tadhkira al-Huffaz – 2:431, # 438

Von der Vervollständigung des Tauhīds ist, dass man die Menschen um NICHTS bittet

Von der Vervollständigung des Tauhīds ist, dass man die Menschen um NICHTS bittet

‏(من كمال التوحيد عدم سؤال الناس شيئا ، ولذا بايع الصحابة رسول الله صلى الله عليه وسلم على عدم سؤال الناس شيئا)

„Von der Vervollständigung des Tauhīds ist, dass man die Menschen um NICHTS bittet, und deswegen haben die Sahābah dem Gesandten Allāhs صلى الله عليه وسلم den Treueschwur gegeben, dass sie Menschen nach nichts bitten.“

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Wer den Tauhīd bestätigt und nicht danach handelt

Wer den Tauhīd bestätigt und nicht danach handelt

‏من أقرّ بالتوحيد ولم يعمل به فهو :
كافر معاند  كفرعون وإبليس ،

ومن عمل بالتوحيد ظاهراً وهو لا يعتقده باطناً  فهو:
منافق خالصا أشر من الكافر

„Wer den Tauhīd bestätigt und nicht danach handelt, ist ein trotziger Kāfir, so wie Fir’awn und Iblīs.

Und wer äusserlich nach dem Tauhīd handelt und innerlich nicht dran glaubt, so ist er ein purer Heuchler, und schlimmer als der Kāfir.“

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Das Urteil der Rafidah

Das Urteil der Rafidah

‏[الرافضة مشركون كفار وليسوا بمسلمين،
ولا فرق بين علمائهم أو مقلديهم وجهالهم فكلهم مشركون وليسوا بمسلمين ولا يعذرون بالجهل]

„Die Rāfidah sind Mushrikūn und Kuffār, und keine Muslime, und es gibt keinen Unterschied zwischen ihren Gelehrten und blinden Anhängern und Unwissenden, denn alle sind Mushrikūn, und keine Muslime, und sie werden nicht aufgrund von Unwissenheit entschuldigt.“

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Fatawa – Shaykh Ali al Khudayr

Fatawa – Shaykh Ali al Khudayr

 

Shaykh Muhmmad ibn Abd al Wahab

Shaykh Muhmmad ibn Abd al Wahab

 

Seine Geburt und seine Abstammung


Shaykh al-Islam Muhammad Ibn ‚Abd-Al-Wahab Ibn Sulaymān al-Tamini wurde 1115 n.H. (1703) in der Stadt von ‚Uyyayna im Gebiet von Najd auf der arabischen Halbinsel geboren.
Er gehörte einer angesehenen Familie von Gelehrten an. Sein Vater Shaykh ‚Abd-Al-Wahāb Ibn Sulaymān, geprägt von tiefgründiger Gelehrsamkeit, erbte einen ehrwürdigen Stand von seinem Vorfahr, dem Großgelehrten Shaykh Sulayman Ibn ‚Ali, welcher der Führer der damaligen Gelehrten war und auch sehr belesen in Lehre, im Schreiben und in der Rechtsurteilung war.

 

Gelehrsamkeit


Shaykh al‐Ìslām erhielt seinen ersten Unterricht von seinem angesehenen Vater an seinem Heimatort. Er war intelligent genug, um den Qur´ān im sehr frühen Alter von zehn Jahren auswendig zu lernen. Er las die Bücher des Tafsīr, des Hadīth und des Fiqh.
Von Anfang an war er sehr interessiert daran, die Werke der frühen Gelehrten zu erlernen und zu studieren, im Besonderen jene des Shaykh al-Ìslām Àhmad Ibn Taymiyya und dessen ehrenwerten Schülers Muhammad Ibn al-Qayyim al-Jawziyya. Er studierte umfassend den Inhalt all ihrer Bücher.
In den Jahren der Jugend begab er sich auf die Reise, um die Hājj in Makka auszuführen, dabei nahm er vieles der ansässigen Gelehrten auf. Hernach zog er weiter nach al‐Madīna, traf die Wissenden dort und nahm für längere Zeit am Unterricht zweier angesehener Gelehrter namens Shaykh ‚Abd‐Allāh Ibn Ìbrāhīm Ibn Sa’īd an-Najdī und Shaykh Muhammad Hayāt as-Sindhī teil. Aus Wissbegier nach höheren Stufen des ‚Ilm ging er auf die Reise nach Bašra und zog viel Nutzen daraus.

 

Zustände in Najd


In jenen Tagen waren die Menschen in Najd und auch in vielen anderen Gegenden dabei, üblen polytheistischen Dingen und Bräuchen nachzugehen. Gräber, Bäume, Steine und Höhlen sowie böse Geister und Jinn wurden als Götzen angenommen und verherrlicht. Geschichten und Erzählungen, welche ganz und gar losgelöst waren vom Ìslām, waren verbreitet um die scheinbare Vortrefflichkeit dieser Götzen zu stärken. Die verweltlichten ‚Ulamā` trugen für die Erfüllung ihrer weltlichen und materialistischen Wünsche auch zur Irreleitung bei. Auch hatten die Wahrsager und Zauberer großen Einfluss auf die Gesellschaft.
Niemand konnte es wagen, sie und ihren festen Griff auf die Gesellschaft herauszufordern. Dieselbe Situation bestand auch in Makka und al‐Madīna, so auch im Yemen. Der Polytheismus; die Erbauung von Gebetshäusern über den Gräbern; Ersuchen von Hilfe bei den Verstorbenen Heiligen, Jinns und auch anderer Dinge des Ahnenkults waren die allgegenwärtigen religiösen Bestandteile.

 

Ziel der Da’wa


Nach Prüfung dieser bedauernswerten Zustände unter den Menschen, war der Shaykh tief bewegt. Noch bedauernswerter war die Situation, dass niemand dazu bereit war, die Mühen für die Rechtleitung der Menschen auf sich zu nehmen. Es lag auf der Hand, dass die Annahme dieser Aufgabe die Heraus‐forderung gegen jene Übeltäter, die ihren Unterhalt durch diese Handlungen bezogen, bedeuten würde. Es bedeutete, auf Folterungen und Gräueltaten dieser eigennützigen Verführer und ihrer Anhänger vorbereitet zu sein. Aber der Shaykh war entschlossen genug, jede Anstrengung bis zum Jihād auf sich zu nehmen, um gegen diese Umstände anzukämpfen.

Shaykh al-Ìslām nahm seine Da’wa auf und fing an, die Menschen zum Monotheismus zu rufen und er leitete sie zum Qur´ān und zur Sunna. Er drängte die Gelehrten darauf, sich strikt an Qur´ān und Sunna zu halten und die Angelegenheiten direkt von diesen abzuleiten. Er setzte sich mit Härte gegen das blinde Befolgen von Gelehrten ein.
Der Shaykh war ein Mann des Mutes und des Enthusiasmus, er begann zu Predigten, Briefe mit den Gelehrten zu wechseln und sie einzuladen, ihm dabei zu helfen, die vorherrschenden Widersinnigkeiten, Falschheiten und Schändlichkeiten auszu‐merzen. Einige Gelehrte aus Makka, al‐Madīna und aus dem Yemen nahmen seine Einladung an und unterstützten ihn. Aber außer diesen gab es viele andere selbstgerechte, unwissende Gelehrte, welche ihn kritisierten und sich von ihm fernhielten.
Die so genannten Wissenden lehnten sich gegen ihn auf, sobald ihre weltlichen Bereicherungen durch die Da’wa des Shaykh angetastet wurden. Doch trotz dessen unternahm er Reisen zu verschiedenen Orten, um den verirrten Menschen die Wahrheit zu übermitteln. Nach Reisen durch Zabir, Ahsa und Huraymala erreichte er ‚Uyyayna.

 

Ankunft in ‚Uyyayna


Zu jener Zeit war ‚Uthmān Ibn Hamd Ibn Ma’mar der Herrscher von ‚Uyyayna. Er empfing den Shaykh herzlich und sicherte ihm aller Art Hilfe in seinem Einsatz der Da’wa zu. Der Shaykh gab sich auf dem Weg Allāhs dieser großartigen Arbeit der Reform und der Rückbesinnung auf die tatsächlichen Wurzeln des Ìslām hin. Er wurde weit bekannt und die Menschen fingen an, sich in großen Massen zu ihm zu begeben. Er verpflichtete sich dazu, ihnen die Rechtleitung aufzuzeigen und sie zu belehren.
Der Shaykh setzte trotz dessen seinen Einsatz fort, um die Umgebung von all dem Schmutz und den Verunreinigungen des Polytheismus, der Häresie und der Neuerung in der Religion zu befreien. Es gab viele Gräber, Höhlen, Bäume usw., welche von den Menschen angebetet wurden. Mit Hilfe des Àmīr ‚Uthmān Ibn Ma’mar wurden viele dieser Falschheiten durch den Shaykh ausgelöscht. Er war sehr damit beschäftigt, die Menschen in ‚Uyyayna und dessen Umgebung von diesen üblen Dingen zu befreien.
Zu dieser Zeit kam eine Frau zu ihm, um sich von der Sünde des Ehebruchs zu reinigen. Es wurden daraufhin Untersuchungen unternommen, um zu erfahren ob sie geistig gesund war oder ob sie dies unter Zwang oder es freiwillig zu Sühne wollte. Als bestätigt wurde, dass sie dies aus freiem Willen und aus Buße wollte, ordnete der Shaykh ar‐Rajm (Steinigung) an. Aufgrund dieser Ereignisse sowie der Entfernung von Gräberüberbauten und der Auswanderung der Menschen nach ‚Uyyayna, auf der Suche nach Rechtleitung, breitete sich der Ruf des Shaykh weit aus.

 

Ausreise aus ‚Uyyayna und Ankunft in Dar’iya


Als der Herrscher von al‐Ahsa und dessen Umgebung, Sulaymān Ibn Uray’ar von der Bekanntheit des Shaykh erfuhr, entschloss er sich aus Furcht, er würde ihn von seiner Macht verdrängen, ihn gleich zu Beginn zu vernichten. So bedrohte er Àmīr ‚Uthmān, mit welchem der Shaykh lebte, und bat ihn, den Shaykh zu töten. Àmīr ‚Uthmān war nicht imstande, sich Sulaymān zu widersetzen und er war dadurch beunruhigt. Im Begriff, dass wenn er der Anweisung nicht nachging, Sulaymān ihn strafen und überwältigen würde, teilte er dem Shaykh die Umstände mit und bat ihn, an einen anderen Ort auszuwandern. So wanderte der Shaykh von ‚Uyyayna nach Dar’iya aus.
Die Leute von Dar’iya kannten den Shaykh sehr gut und sie waren auch in Kenntnis von seiner Da’wa.
Als der Herrscher von Dar’iya Àmīr Muhammad Ibn Sa’ud von der Ankunft des Shaykh in seiner Region erfuhr, war er sehr erfreut und besuchte den Shaykh an seinem Ort. Muhammad Ibn Sa’ud gehörte einer rechtschaffenen Sippe an und er selbst war ein frommer Muslim. Er tauschte seine Ansichten mit jenen des Shaykhs aus und war erfreut zu erfahren, dass der Einsatz des Shaykhs darauf abzielte, den Qur´ān, die Sunna und die ìslāmische Lehre in ihrer ursprünglichen Form wieder zu beleben und den festegesetzten Glauben des Monotheismus an Allāh und die wahre Rechtleitung durch den Propheten Muhammad (sallAllahu ʿalayhi wa-sallam) zu fördern.

 

Das Gelöbnis, die Lehre des Ìslām zu verbreiten


Der Shaykh beschrieb dem Àmīr die Zustände des Propheten (sallAllahu ʿalayhi wa-sallam) und seiner Gefährten und wie sie sich auf dem Wege Allāhs abmühten, dabei alle Schwierigkeiten erlebten und höchste Anstrengung und Opfer darbrachten. Der Shaykh überzeugte den Àmīr dazu, dies auf sich zu nehmen und machte ihn auf den Lohn bei Allāh aufmerksam; auf die Vorzüglich‐keiten und den Sieg im Jenseits und im Diesseits. Ibn Sa’ud, überzeugt durch den Shaykh, sagte ihm zu und sicherte ihm auch seine volle Unterstützung zu und erklärte, wenn Allāh ihm den Sieg geben würde, so würde er ihn nicht verlassen. Der Shaykh gab auch ihm sein Wort in dieser Hinsicht und somit legte Ibn Sa’ud beim Shaykh sein Eid ab, dies zur Verbreitung der Lehre des Ìslām (d.h. des reinen Monotheismus); der Mobilisierung der Muslime zum Jihād; der Festsetzung der Sunna des Gesandten Allāhs (sallAllahu ʿalayhi wa-sallam); sowie dem Gebieten des Guten und dem Verbieten des Schlechten. Der Shaykh erflehte die Rechtleitung und den Segen Allāhs, als auch die Standhaftigkeit bei seinem Entschluss und den Erfolg, in diesem und im nächsten Leben.

 

Dar’iya, das Kerngebiet der Da’wa


Zu dieser Zeit befand der Shaykh sich in einer friedlichen Umgebung, was am besten geeignet war für seine Arbeiten der Da’wa. Er ergriff eine gute Gelegenheit und begann die Massen zu belehren. Die Menschen von Dar’iya und der Umgebung begaben sich zu seinen Unterweisungen im Ìslām. Àmīr Muhammad Ibn Sa’ud stellte sich mit den Mitgliedern seiner Familie als Schüler an die Seite des Shaykh. Dar’iya war überfüllt von Leuten, welche zur Erlernung des Dīn diesen Ort besuchten, nachdem der Shaykh angefangen hatte zu lehren und zu predigen und die Menschen zu Allāh einzuladen. Er nahm die Aufgabe auf sich, Unterrichte über verschiedene Gebiete des Wissens wie über den Monotheismus, über die Erläuterung von Qur´ān und Sunna, über das ìslāmische Recht, über die Sprachlehre und weitere.
Damit wurde Dar’iya zum Zentrum des Wissens und der Da’wa und die Leute fingen an, in großer Zahl hinzureisen.
Das Zusammentreffen der Menschen und der weit reichende Einfluss seines Einsatzes machte ihn weitbekannt, was seine Feinde zum Neid gegen ihn brachte. Sie fingen an, schlechte Propaganda gegen den Shaykh zu verbreiten und beschuldigten ihn gar der Blasphemie, auch stempelten sie ihn als Ungläubigen und Zauberer ab. Der Shaykh war ein Mann der Tapferkeit, er kümmerte sich nicht um die Anschuldigungen und setzte seinen Einsatz voller Enthusiasmus fort. Er debattierte sogar mit seinen Gegnern in bester Art und in höflicher Weise. Dieses Verhalten erwies sich als sehr effektiv und brachte seine Gegner dazu, zu seinen Unterstützern zu werden.
Parallel zu seinem Einsatz der Da’wa führte der Shaykh den Jihād gegen den übergreifenden Polytheismus; gegen die ketzerischen Ansichten und Bräuche. Er lud die Menschen aller Gesellschaftsschichten dazu ein, sich dieser Da’wa und Mission anzuschließen. Delegationen aller Gebiete der arabischen Halbinsel besuchten Dar’iya, um ihm ihre Unterstützung zuzusagen, ihre Eide abzulegen und an Unterrichten über den wahren Monotheismus des Ìslām teilzunehmen. Daraufhin gingen diese zurück in ihre Gebiete, um dasselbe an ihre Leute weiterzuleiten und sie darin zu unterrichten.
Der Herrscher von ‚Uyyayna und seine Eliten gingen auf die Reise, um dem Shaykh einen Besuch abzustatten. Sie baten ihn dabei, doch zurück nach ‚Uyyayna zurückzukehren. Aber der Shaykh lehnte dies ab; sie baten ihn auch, im Namen Allāhs bis zu ihrem letzten Mann kämpfen zu dürfen.
Der Shaykh entsandte auch seine eigenen Schüler zu den verschiedenen Regionen und Ländern um die Lehre des Ìslām basierend auf Qur´ān und auf den authentischen Àhādīth des Propheten (sallAllahu ʿalayhi wa-sallam).

 

Briefwechsel mit den Herrschern


Der Shaykh lenkte die Aufmerksamkeit der Herrscher und der Gelehrten jeder Region auf den Polytheismus und die Häresie, in welche die Menschen involviert waren und er lud sie dazu ein, diese Dinge zu vernichten. Zu diesem Zweck begann er den Briefwechsel mit ihnen, er schrieb Briefe an die Herrscher, an die führenden Persönlichkeiten und die Gelehrten von Najd, Riyāđ und Kharj, sowie Orte der südlichen Region, wie Qasīm, Hayal, Washm, Sudayr und viele mehr.
Er schrieb auch die aussenstehenden Gelehrten von Ahsa, Makka und al‐Madīna an. Außerhalb der arabischen Halbinsel schrieb er Briefe an die wissenden Leute von Syrien, Irak, Indien als auch von Yemen. Er hielt den Kontakt mit ihnen aufrecht, erklärte ihnen das Ziel und den Zweck seiner Da’wa und begründete seine Punkte mit dem Qur´ān und der Sunna und er lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die Ausmerzung der Absonderlichkeiten und Ketzereien, welche unter den Menschen verbreitet waren.
Die Mission des Shaykh breitete sich weit aus und eine große Anzahl von Gelehrten und Führern aus Indien, Indonesien, Afghanistan, ganz Afrika, Marokko, Ägypten, Syrien, Irak und weiteren Ländern wurden davon beeinflusst und waren von seiner Da’wa angesprochen. Sie standen auch in ihren Ländern auf, mit einem Eifer und Enthusiasmus, um die Menschen zu Allāh und zu den reinen und ursprünglichen Lehren des Qur´ān und der Sunna, frei von Häresien und Fehlinterpretationen, aufzurufen.

 

Abberufung


Der Shaykh widmete sein ganzes Leben für die Da’wa und den Jihād, mit äußerster Aufrichtigkeit und nach der Hilfe Allāhs mit der Hilfe von Muhammad Ibn Sa’ud und der Hilfe dessen Sohnes ‚Abd-Al-‚Azīz, dem Herrscher von Dar’iya. Allāh gewährte dem Shaykh seinen letzten Atemzug am letzten Tag des Monat von Dhū al-Qi’da im Jahre 1206 n.H. (1792).

 

Einfluss der Da’wa


Als Ergebnis der fortgeführten Da’wa durch die Gefolgsleute des Shaykh; des intensiven Kampfes und des Jihād auf dem Wege Allāhs wurde über eine Zeitspanne von fünfzig Jahren der Sieg über die ganze Region des Najd erreicht. Die Menschen gaben die Anbetung an Gräber, Schreine, Bäume und desgleichen auf und lehnten immer mehr dieser Dinge ab und widmeten sich der reinen Lehre des Ìslām. Blindes Befolgen der Vorväter, der Ahnen und der Traditionen wurde weit reichend beendet und die Sharī’a wurde wieder aufgenommen und implementiert. Zwingende Pflichten wurden nun im Lichte des Qur´ān und der Sunna eingehalten.
Ein Rahmen und ein Gerüst wurde für das Gebieten des Guten und Verbieten des Schlechten geschaffen. Die Masājid wurden von den Menschen in großen Massen besucht, um nun in richtiger Weise die Anbetung an Allāh allein auszuführen, ohne des vormals darin verflochtenen Polytheismus und der Häresie.
Friede und Ruhe kehrte überall ein, in die Städte als auch in die Dörfer. Die Menschen erreichten Sicherheit, selbst in den Wüsten und den vereinzelten Wegen.
Somit wurde eine weit reichende Wiedererweckung der wahren und vollkommenen Religion und des wahren Systems erreicht.
Nach der Abberufung des Shaykhs haben seine Söhne, seine Enkel, seine Anhänger und Unterstützer die Arbeit der Da’wa und des Jihād auf dem Wege Allāhs fortgeführt. Unter seinen Söhnen waren die höchst aktivsten folgende: Shaykh Ìmām ‚Abd‐Allāh Ibn Muhammad, Shaykh Husayn Ibn Muhammad, Shaykh ‚Alī Ibn Muhammad und Shaykh Ìbrāhīm Ibn Muhammad; und unter seinen Enkeln waren es: Shaykh ‚Abd-Ar-Rahmān Ibn Hasan, Shaykh ‚Alī Ibn Husayn sowie Shaykh Sulaymān Ibn ‚Abd-Allāh. Von ihnen abgesehen gab es eine große Anhängerschaft, die sich fortwährend für die Einladung der Leute zur wahren Religion und zum wahren System Allāhs einsetzten indem sie Bücher schrieben und veröffentlichten, im Namen Allāhs kämpften und Briefe an die Führer der verschiedenen Stämme und Völker schrieben. Unter ihnen war beispielsweise auch Shaykh Hamd Ibn Nasir und andere Gelehrte aus Dar’iya.

 

Einige Werke des Shaykh al-Ìslām


Abgesehen von der Tatsache, dass Shaykh al‐Ìslām Muhammad Ibn ‚Abd-Al-Wahāb ein Mujāhid und ein Mann der Da’wa war, ermöglichte es Allāh ihm, vieles niederzuschreiben. Einige seiner weiteren bekannten Werke sind wie folgt:

  • Kitāb Al-Kabāìr
  • Kitāb Kashf Ash-Shubuhāt
  • Kitāb Mukhtašar Sīrat Ar‐Rasūl
  • Kitāb Masāìl Al-Jāhiliyya
  • Kitāb ‚Usūl Al-`Īmān
  • Kitāb Fađāìl Al-Qur´ān
  • Kitāb Fađāìl Al-Ìslām
  • Kitāb Majmu‘ Al-Hadīth
  • Kitāb Mukhtašar Al-Ìnšāf wa Ash-Sharh Al-Kabīr
  • Kitāb Al-‚Usūl Ath-Thalātha

Und viele weitere …

 


Aus dem Buch Kitab at-Tauhid (Buch des Monotheismus) von Muhammad ibn Abd-al-Wahhab

Shaykh ibn al Qayyim al Jawziyyah

Biographie von Imam Ibn al-Qayyim al-Jawziyyah (691–751 n.H.)

Seine Herkunft:

Imam Shamsud-Din, Abu ‚Abdullah Muhammad Ibn Abi Bakr Ibn Ayyub Ibn Sa’d ad-Dimashqi al-Hanbali ist unter dem Namen „Ibn al-Qayyim al-Jawziyyah“ bekannt, weil sein Vater der Schulleiter (Qayyim) der „Jawziyyah“- Schule in Damaskus war. Er wurde in Damaskus als Sohn einer guten Familie geboren. Dort wuchs er in einem Haus auf, das für seine Religiosität, sein Wissen, seine Gottesfurcht und seine Rechtschaffenheit bekannt war.

Seine Studienzeit:

Er beschäftigte sich mit dem Erlangen der verschiedenen Wissenschaftsarten, bis er sehr gut war in mehreren davon. Insbesondere befasste er sich mit der Arabischen Sprache und den islamischen Wissenschaften, so dass er geeignet war, Fatawa (islamische Rechtsprechungen) zu geben, das Imam-Amt und den Lehrstuhl zu übernehmen.
Imam Ibn al-Qayyim war der Imam von der „Jawziyyah“-Schule, die von Imam Muhyi d-Din Ibn Abi al-Faraj al-Jawzi (gest. 656 n.H.) gegründet wurde. Ibn Kathir sagte über diese Schule, dass sie die beste Schule ihrer Zeit war. Sein Vater war jemand, der viel Gottesdienst verrichtete. Von ihm hat Ibn al-Qayyim die Pflichten gelernt. Den Fiqh lernte er bei seinem Lehrer Ibn Taymiyyah. Er begann mit sechs Jahren Fiqh, Arabische Sprachwissenschaft und Hadith zu lernen, was bedeutet, dass er ein sehr kluger Mensch war.

Sein Werk in der Gesellschaft:

Ibn al-Qayyim reiste nach Nablus, Jerusalem, Ägypten und Makka, wo er sehr oft die Pilgerfahrt durchführte. Die Bewohner von Makka erzählten viel über seine gottesdienstlichen Handlungen, die er verrichtete (‚Ibadah) und dass er sehr oft Tawaf (rituelle Umkreisung der Ka’ba) machte. Er studierte alle in seiner Zeit bekannten Rechtsschulen, Richtungen und Bücher im Lichte von Qur’an und Sunnah. Sein Ziel war es, den Menschen Antworten zu geben auf alles, was verbreitet war an Themen oder Fragestellungen. Mit dieser Methode konnte er das islamische Denken von den irregeleiteten Meinungen und Neigungen befreien. Er hatte ein sehr gutes Gedächtnis und war sehr intelligent, was ihm half, sich ein umfassendes und vertieftes Wissen anzueignen über die Hadith-Wissenschaften (‚Ulum al-Hadith), über die Hadith-Texte (Mutun, pl. von Matn), welche er auswendig kannte und über die Überlieferer, die er beurteilen konnte. Ibn al-Qayyim kannte sich auch gut aus in der Thora, dem Evangelium und den Psalmen. Er konnte auch Hebräisch, Persisch und Syrisch. Er kannte sich gut in der alten Geschichte, dem so genannten „Altertum“, aus. Diese breit gefächerte Bildung, die Ibn al-Qayyim besaß, ermöglichte es ihm, ein Rechtsgelehrter zu werden, der die islamische Shari’ah mit einem tiefen Blick sehen und ihre Ziele auch erkennen konnte. Ibn al-Qayyim zeigte, dass die Philosophen einen großen Fehler machten, wenn sie versuchten, ihren Weg nur mit Logik zu bestreiten. Sie erfassten nämlich nicht, dass der menschliche Verstand (‚Aql) alleine unfähig ist, alle Wahrheiten in der Religion zu erfassen, und dass es notwendig ist, sich auf überlieferte Offenbarungstexte (Naql) berufen zu können. Er kämpfte gegen die falschen aber zu seiner Zeit weit verbreiteten Meinungen von Sufis, die den Islam zu einem sehr komplizierten Glauben durch solche Theorien wie den sog. Pantheismus (Wahdat al-Wujud) machten.

Sein Charakter:

Imam Ibn Kathir sagte über ihn: „Er beschäftigte sich Tag und Nacht mit Wissen. Er betete viel und las viel Qur’an. Er war von gutem Charakter, er beneidete niemanden und hasste niemanden.“

Seine Bücher:

Imam Ibn al-Qayyim schrieb sehr viele Bücher und wurde sehr bekannt. Einige diese Bücher sind:

„Die Rettung vor den Irreführungen des Satans“ – wurde in Ägypten im Jahr 1320 n. H. gedruckt, „Die Teile des Qur’an’s“ – wurde in Mekka im Jahr 1321 n.H. gedruckt, „Die rechtlichen Bestimmungen bzgl. eines Neugeborenen“ – wurde in Indien im Jahr 1339 n.H. gedruckt, „Die Krankheit und das Heilmittel“, „Hadi al-Arwah ila Bilad al-Afrah“ – über das Paradies, „ar-Ruh“, „Zad al-Ma’ad“, „Madarij as-Salikin“ – ein Buch über Charakterreinigung und die Annäherung an Allah auf engl. Vorhanden, „al-Wabil as-Sayib min al-Kalim at-Tayib“, „Tahdhib Muhtasar Sunan Abi Dawud“, „Amthal al-Qur’an“, „at-Tubb an-Nabawi“, „Ahkam Ahl adh-Dhimmah“ („Rechtliche Bestimmungen bzgl. nichtmuslimischer Staatsbürger des islamischen Staats“), „al-Manar al-Munif fi as-Sahih wa ad-Da’if“, „Tafsir al-Qayyim“ – ein Korankommentar, „Tafsir al-Ma’udhatayn“ – Korankommentar der letzten beiden Suren.

Ibn al-Qayyim und sein Lehrer Ibn Taymiyyah:

Der Name Ibn al-Qayyim ist verbunden mit dem Namen seines Lehrers Ibn Taymiyyah. Denn Ibn al-Qayyim war bis zu dessen Tod stets bei ihm, nachdem Ibn Taymiyyah aus Ägypten im Jahr 712 n.H. zurückkehrte. Ibn al-Qayyim übernahm von Ibn Taymiyyah dessen allgemeines Religionsverständnis und dessen Rechtsschule. Obwohl Ibn al-Qayyim von Ibn Taymiyyah sehr beeindruckt und beeinflusst war, hatte er seine eigene Art. Trotzdem folgte Ibn al-Qayyim bei der Bekämpfung der Neuerungen in der Religion (Bida) seinem Lehrer, bis er schließlich mit ihm in der Burg von Damaskus gefangen genommen und auch gefoltert wurde. Er wurde einmal auf ein Kamel gebunden, geschlagen und so durch die Straßen geschleift. Er wurde am Dienstag, den 23. Dhu al-Hija, nach dem Tod von Imam Ibn Taymiyyah (gest. 728 n.H.), freigelassen.

Sein Tod:

In der Nacht zum Donnerstag, den 13. Rajab 751 n.H zur Zeit des Gebetsrufs zum Nachtgebet (‚Isha) ist Imam Ibn al-Qayyim al-Jawziyyah zu Allah zurückgekehrt. Für ihn wurde nach dem Mittaggebet des folgenden Tages das Totengebet in der Ummayaden-Moschee und in der Jarrah-Moschee verrichtet. Dann wurde er neben seinen Eltern begraben. Möge der erhabene Allah mit Imam Ibn al-Qayyim barmherzig sein und ihn reichlich belohnen.

https://ahlulkalam.wordpress.com/2013/08/27/biographie-uber-ibn-al-qayyim-al-jawziyyah-691-751-n-h/